Unser Umweltbewusstsein basiert auf der Erkenntnis, dass unsere Tätigkeiten Auswirkungen auf die Umwelt haben und dass es unsere Pflicht ist, diese Auswirkungen so weit wie möglich zu begrenzen.

Gelebte Grundsätze

Da man nur ändern kann, was man misst, haben wir 2007 begonnen, die CO2 -Emissionen der Gruppe zu berechnen. Damals wurde das ambitionierte Ziel formuliert, den durchschnittlichen CO2 - Fussabdruck pro Mitarbeiter bis 2020 um 40% zu reduzieren. Eine weitere Reduzierung unseres Fussabdrucks – besonders, angesichts unseres Wachstums, in absoluten Zahlen – wird aber noch stärkere Ambitionen in Bezug auf unsere Infrastruktur, unsere Mobilität und unseren Verbrauch als Unternehmen erfordern.

Drei tragende Säulen

Effiziente Infrastruktur nutzen

Beim Bau unseres Hauptsitzes in Genf im Jahr 2006 war Nachhaltigkeit ein wichtiger Aspekt. Damals – ganze neun Jahre vor dem Pariser Abkommen von 2015 – waren derartige Überlegungen noch selten.

Quellen CO2 Emissionen der Pictet-Gruppe 2019

CO2-Reduktion pro Mitarbeiter zwischen 2007 und 2019*

Energieeffizienz 2019

Um die Energieeffizienz an Pictets Hauptsitz in Genf zu erhöhen, setzen wir verschiedene Lösungen ein. Die drei wichtigsten Anlagen – eine Solar-Klimaanlage, eine Wärmerückgewinnungsanlage und eine Fotovoltaikanlage – ermöglichen uns, auf fossile Energieträger zu verzichten, CO2-Emissionen zu vermeiden und sauberen Strom zu erzeugen. Im Jahr 2019 konnte die Pictet-Gruppe dank dieser drei Anlagen CO2-Emissionen in Höhe von 295 Tonnen vermeiden.

42’703 kWh Strom wurden erzeugt – damit liessen sich 470 Elektroautos aufladen

103’597 Liter Heizöl wurden durch die Wärmerückgewinnung in unseren Gebäuden in Genf eingespart

600 m2 misst die Solar-Klimaanlage auf dem Dach von Pictets Hauptsitz in Genf

958 kg CO2-Emissionen pro Mitarbeiter – damit ist die Geschäftsstelle Paris die klimafreundlichste der Gruppe

Umweltfreundliche Mobilität

Videokonferenzen als Alternative zu Geschäftsreisen fördern

In den letzten zehn Jahren – lange vor der Covid-19-Pandemie – wurde das Videokonferenzsystem von Pictet kontinuierlich verbessert, um die CO2-Emissionen aufgrund von Geschäftsreisen zu verringern.

Der Zweck von Geschäftsreisen ist der Kontakt zu Kollegen und Kunden. Auch wenn physische Treffen durch nichts zu ersetzen sind, fördern wir den Einsatz von Videokonferenzen. Insgesamt wurden für die gesamte Pictet-Gruppe 290 Videokonferenzanlagen installiert. Zwischen 2010 und 2019 hat sich die Zahl der Videokonferenzen drastisch erhöht.

Immer mehr Videokonferenzen

Sanfte Mobilität fördern

Wir ermutigen unsere Mitarbeitenden, für den Arbeitsweg sanfte Mobilitätslösungen zu bevorzugen.

An unserem Hauptsitz in Genf stehen ihnen dafür verschiedene Angebote zur Verfügung:

  • Kostenlose Ladestationen für E-Bikes und Elektroautos
  • Kostenlose Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel für Mitarbeitende, die auf ihren Parkplatz verzichten
  • Eine Partnerschaft mit Genève Roule, einem Genfer Verein, der E-Bikes zur Verfügung stellt

Das Abfallproblem in den Griff bekommen

Um die unmittelbaren Belastungen zu minimieren, die von unserem Geschäft – und unseren Mitarbeitenden – ausgehen, haben wir 2018 eine richtungsweisende Kampagne zur Senkung unseres Verbrauchs an Einwegplastik ins Leben gerufen.

Wir haben zwei Hauptquellen für Kunststoffabfälle ausgemacht – unsere Mitarbeiterrestaurants und unseren Bürobedarf – und für nachhaltigere Alternativen gesorgt. Dank dieser Initiative konnte die Pictet-Gruppe den Verbrauch von Einwegplastik in nur zwölf Monaten um 90% senken.

Gregory Simonnin, Senior Consultant bei Quantis – einem Beratungsunternehmen für nachhaltige Entwicklung, das Pictet bei diesem Prozess unterstützt hat, – erklärt, wie Unternehmen mit Plastikmüll umgehen.

 

Interview mit Gregory Simonnin, Senior Consultant bei Quantis

Was haben Sie Pictet geraten, um die Kunststoffabfälle zu reduzieren?

Gregory Simonnin: Pictet kontaktierte Quantis Ende 2018 mit einer sehr detaillierten Aufstellung aller Plastikartikel, die täglich in der Gruppe verwendet wurden. Gemeinsam haben wir Strategien entwickelt, um den Einsatz von Plastik mit einem nachhaltigeren Ansatz zu verbinden. Es ist zwar wichtig, den Gebrauch von Plastik möglichst stark zu reduzieren, doch unsere Aufgabe besteht darin sicherzustellen, dass die Alternativen der Umwelt nicht noch mehr schaden. So ist es etwa nicht unbedingt sinnvoll, auf Kunststoffverpackungen für Lebensmittel zu verzichten, wenn dadurch mehr Lebensmittelabfälle anfallen. Deshalb plädieren wir für die Vermeidung von Einwegartikeln.

Was sind für Pictet die grössten Herausforderungen bei der Abfallreduzierung?

GS: Pictet hat Niederlassungen auf der ganzen Welt. Die Müllentsorgung ist von Land zu Land ganz verschieden, aber das Grundkonzept ist, dass Plastikmüll nach der Sammlung nicht in die Umwelt gelangen darf. Wir haben Pictet geholfen, die Länder zu identifizieren, in denen dies eine grosse Herausforderung darstellt. In diesen Ländern ist eine drastische Reduzierung von Einwegartikeln, vor allem Einwegplastik, erforderlich.

Bemerken Sie beim Thema Abfall einen Bewusstseinswandel der Unternehmen?

GS: Wir haben in den letzten Jahren ein gesteigertes Interesse am Umgang mit Abfall und speziell mit Kunststoffabfall festgestellt. Zudem tauschen wir uns im Rahmen dieser „Cut the plastic“-Kampagne mit anderen Beratungsfirmen in Genf über bewährte Verfahrensweisen aus. Das Thema betrifft fast alle Branchen, mit denen wir zusammenarbeiten, von Lebensmittelherstellern über Kosmetik bis hin zu Sportveranstaltungen.

Verantwortung bei Pictet

Unsere Broschüren geben einen Überblick über das Engagement der Pictet-Gruppe in den Bereichen Nachhaltigkeit und verantwortungsbewusstes Anlegen.