Unser Umweltbewusstsein basiert auf der Erkenntnis, dass unsere Tätigkeiten Auswirkungen auf die Umwelt haben und es unsere Pflicht ist, diese Auswirkungen so weit wie möglich zu begrenzen.

Gelebte Grundsätze

Man kann nur ändern, was man misst. Deshalb haben wir 2007 begonnen, die CO2-Emissionen der Gruppe zu berechnen. Damals formulierten wir das ambitionierte Ziel, den durchschnittlichen CO2-Fussabdruck pro Mitarbeiter bis spätestens 2020 um 40% zu reduzieren. Für eine weitere Reduzierung unseres Fussabdrucks – vor allem in absoluten Zahlen angesichts unseres Wachstums – müssen wir als Firma noch mehr Anstrengungen hinsichtlich Infrastruktur, Mobilität und Verbrauch unternehmen.

Drei tragende Säulen

Effiziente Infrastruktur nutzen

Beim Bau unseres Hauptsitzes in Genf im Jahr 2006 war Nachhaltigkeit ein wichtiger Aspekt. Damals – ganze neun Jahre vor dem Pariser Abkommen von 2015 – waren derartige Überlegungen noch selten.

Unser Ziel, unsere CO2-Emissionen pro Angestellten bis spätestens 2020 um 40% zu verringern wurde mit einer Reduktion um 73% deutlich übertroffen, wie unten ersichtlich ist.
Dies ist jedoch eine direkte Folge der Pandemie, die zu einer jähen Abnahme der Geschäftsreisen führte (–83% im Jahr 2020 gegenüber 2019).

Wie geht es weiter?

Jetzt, da wir die angestrebte Reduzierung des CO2-Ausstosses für 2007–2020 erreicht haben, stecken wir uns  für das Jahrzehnt 2020–2030 ein neues Ziel.

Bis 2025 strebt Pictet eine Verringerung ihrer direkten1 Treibhausgasemissionen um 60% gegenüber 2019 an. Alle direkten und indirekten2 Emissionen unserer Wertschöpfungskette werden seit 2014 ausgeglichen. Pictet wird diese Emissionen weiterhin ausgleichen, aber bei ihrem Ansatz stärker auf die Auswirkungen achten:

  • Für ihre direkten Emissionen finanziert die Bank nun Projekte, die Emissionen aus der Atmosphäre entfernen, und strebt bis 2025 an, die Allokation in diese Projekte auf 100 Prozent zu erhöhen.
  • Für ihre indirekten Emissionen(2) hat Pictet ein diversifiziertes Vorgehen mit Entfernung, Versenkung und Vermeidung eingeführt, das sich auf führende Denkansätze zu ausgleichenden Projekten stützt.

Lesen Sie mehr über unsere Massnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels

1 Direkte Emissionen für den Betrieb der Büros und indirekte Emissionen für den Strombezug, also Scope 1 und Scope 2.

2 Emissionen für Geschäftsreisen, Nicht-Energieverbrauch u. a., also vorgelagerte Scope-3-Emissionen. Investments (nachgelagerte Scope-3-Emissionen) werden nicht hier, sondern gesondert berücksichtigt, was den Empfehlungen der Science Based Targets initiative (SBTi) zum Erreichen der Netto-Null im Finanzsektor entspricht.> > Lesen Sie mehr über unsere Massnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels
 

CO2-Reduktion pro Mitarbeiter zwischen 2007 und 2020

Quellen CO2 Emissionen der Pictet-Gruppe 2020

Energieeffizienz 2020

Videokonferenzen

In den letzten zehn Jahren – lange vor der Covid-19-Pandemie – wurde das Videokonferenzsystem von Pictet kontinuierlich verbessert, um die durch Geschäftsreisen verursachten CO2-Emissionen zu verringern.

Infolge der Pandemie wurden Videokonferenzen im letzten Jahr für alle Pictet-Mitarbeitenden mit über 80 000 Stunden pro Monat zu einem alltäglichen Kommunikationsmittel. Wenn Geschäftsreisen wieder möglich werden, wird Pictet Videokonferenzen als Alternative zu Reisen weiterhin fördern.

CO2-Fussabdruck – bisherige Entwicklung

Seit der ersten Messung unserer CO2-Emissionen im Jahr 2007 wurden X Berichte über unseren CO2-Fussabdruck veröffentlicht. Hier können Sie sie einsehen:

201920182017201620152014201320122011201020092008

Förderung sanfter Mobilität

Wir ermutigen unsere Mitarbeitenden, für den Weg zur Arbeit sanfte Mobilitätslösungen zu wählen.

An unserem Hauptsitz in Genf stehen ihnen dafür verschiedene Angebote zur Verfügung:

  • Kostenlose Ladestationen für E-Bikes und Elektroautos
  • Kostenlose Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel für Mitarbeitende, die auf ihren Parkplatz verzichten 
  • Eine Partnerschaft mit Genèveroule, einem Genfer Verein, der E-Bikes zur Verfügung stellt

Seit fünf Jahren stellt Genèveroule E-Bikes für Mitarbeitende von Pictet zur Verfügung.

 

Interview mit Daniel Suda Lang, ehemaliger Direktor von Genèveroule

Worum geht es bei dieser Partnerschaft?

Daniel Suda Lang (DSL): Es geht darum, Pictets Mitarbeitenden die Vorteile des Radfahrens aufzuzeigen, sei es für kurze Fahrten oder für den täglichen Weg zur Arbeit. Im Rahmen der Partnerschaft betreiben wir im Hof des Genfer Hauptsitzes von März bis November eine Fahrradverleihstation. Mitarbeitende von Pictet können ein solches Rad in der Mittagspause, abends oder auch am Wochenende kostenlos nutzen.

Würden Sie diese Initiative als Erfolg betrachten?

DSL: Dieses Projekt wurde von Anfang an begeistert angenommen. 2019 wurden am Genfer Hauptsitz 7052 E-Bikes ausgeliehen – 28% mehr als 2018. Insgesamt wurde damit eine Strecke von 45 207 Kilometern zurückgelegt, und dabei wurden 25,3 Tonnen CO2 eingespart. Zudem hat die Partnerschaft auch einen positiven sozialen Effekt, denn während der Saison entstehen hier drei oder vier Arbeitsplätze, meist für Langzeitarbeitslose und Flüchtlinge.

Welche Vorteile hat eine solche Kampagne?

DSL: Da es in den Städten immer enger wird, müssen wir unsere Verkehrsmittel diversifizieren. Das Radfahren ist nicht nur eine gesunde Fortbewegungsart, sondern auch eine saubere. Wir wollen, dass die Mitarbeitenden bei der Wahl des Verkehrsmittels für den Arbeitsweg langfristig umdenken. Darum bestärken wir am Ende jeder Saison auch alle, die sich ein E-Bike kaufen möchten.

Das Abfallproblem in den Griff bekommen

Um die unmittelbaren Belastungen zu minimieren, die von unserem Geschäft – und unseren Mitarbeitenden – ausgehen, haben wir 2018 eine richtungsweisende Kampagne zur Senkung unseres Verbrauchs an Einwegplastik ins Leben gerufen.

Wir haben zwei Hauptquellen für Kunststoffabfälle ausgemacht – unsere Mitarbeiterrestaurants und unseren Bürobedarf – und für nachhaltigere Alternativen gesorgt. Dank dieser Initiative konnte die Pictet-Gruppe den Verbrauch von Einwegplastik in nur zwölf Monaten um 90% senken.

Gregory Simonnin, Senior Consultant bei Quantis – einem Beratungsunternehmen für nachhaltige Entwicklung, das Pictet bei diesem Prozess unterstützt hat, – erklärt, wie Unternehmen mit Plastikmüll umgehen.

 

Interview mit Gregory Simonnin, Senior Consultant bei Quantis

Was haben Sie Pictet geraten, um die Kunststoffabfälle zu reduzieren?

Gregory Simonnin: Pictet kontaktierte Quantis Ende 2018 mit einer sehr detaillierten Aufstellung aller Plastikartikel, die täglich in der Gruppe verwendet wurden. Gemeinsam haben wir Strategien entwickelt, um den Einsatz von Plastik mit einem nachhaltigeren Ansatz zu verbinden. Es ist zwar wichtig, den Gebrauch von Plastik möglichst stark zu reduzieren, doch unsere Aufgabe besteht darin sicherzustellen, dass die Alternativen der Umwelt nicht noch mehr schaden. So ist es etwa nicht unbedingt sinnvoll, auf Kunststoffverpackungen für Lebensmittel zu verzichten, wenn dadurch mehr Lebensmittelabfälle anfallen. Deshalb plädieren wir für die Vermeidung von Einwegartikeln.

Was sind für Pictet die grössten Herausforderungen bei der Abfallreduzierung?

GS: Pictet hat Niederlassungen auf der ganzen Welt. Die Müllentsorgung ist von Land zu Land ganz verschieden, aber das Grundkonzept ist, dass Plastikmüll nach der Sammlung nicht in die Umwelt gelangen darf. Wir haben Pictet geholfen, die Länder zu identifizieren, in denen dies eine grosse Herausforderung darstellt. In diesen Ländern ist eine drastische Reduzierung von Einwegartikeln, vor allem Einwegplastik, erforderlich.

Bemerken Sie beim Thema Abfall einen Bewusstseinswandel der Unternehmen?

GS: Wir haben in den letzten Jahren ein gesteigertes Interesse am Umgang mit Abfall und speziell mit Kunststoffabfall festgestellt. Zudem tauschen wir uns im Rahmen dieser „Cut the plastic“-Kampagne mit anderen Beratungsfirmen in Genf über bewährte Verfahrensweisen aus. Das Thema betrifft fast alle Branchen, mit denen wir zusammenarbeiten, von Lebensmittelherstellern über Kosmetik bis hin zu Sportveranstaltungen.

Verantwortung bei Pictet

Unsere Broschüren geben einen Überblick über das Engagement der Pictet-Gruppe in den Bereichen Nachhaltigkeit und verantwortungsbewusstes Anlegen.