Die Pictet Group Foundation verfolgt das Ziel, die Lebensbedingungen und das Wohlergehen wirtschaftlich benachteiligter Bevölkerungsgruppen zu verbessern und eine sicherere und nachhaltigere Zukunft für alle zu fördern. Sie unterstützt Projekte, die dabei helfen, die dringlichen Herausforderungen für die Umwelt und die jüngeren Generationen anzugehen.

„Philanthropie war eine moralische Pflicht des Einzelnen, lange bevor sie eine Unternehmensverantwortung wurde. Uns geht es um den Wunsch, zu helfen.“

Nicolas Pictet Präsident des Stiftungsrats
Pictet Group Foundation

Pictet Group Foundation

Die Pictet Group Foundation ist eine von den geschäftsführenden Teilhabern der Pictet-Gruppe errichtete Förderstiftung, mit der wir unsere lange Tradition des Engagements für Gesellschaft und Umwelt fortführen.

Unsere Vision

Eine sicherere und nachhaltigere Zukunft für alle

Unsere Aufgabe

Mit Philanthropie eine positive Wirkung für Umwelt und Gesellschaft zu erzielen, die zur Verbesserung der Lebensumstände der verletzlichsten Menschen unter uns und zum Wohlergehen künftiger Generationen beiträgt.

Unsere Hauptwirkungsbereiche

Wasser und Ernährung gehören zu den grundlegendsten Bedürfnissen des Menschen. Klimawandel und Bevölkerungswachstum machen ihre Erfüllung jedoch in weiten Teilen der Welt zu einer grossen Herausforderung.

Die Pictet Group Foundation fördert Projekte und wirkungsorientierte Lösungen zur Verbesserung der Widerstandsfähigkeit von Gemeinwesen und Ökosystemen in den Bereichen Wasser und Ernährung. Künftig werden im Einklang mit der verantwortungsbewussten Vision der Pictet-Gruppe weitere Bereiche hinzukommen.

In Zusammenarbeit mit unternehmerischen Akteuren des Wandels in Gesellschaft und Umwelt versucht die Stiftung ein Höchstmass an Wirkung an der Basis, auf lokaler Ebene und in der Politik zu erreichen.

Wasser

Wasser

Ohne Wasser kein Leben

Sauberes Wasser ist für Menschen und Ökosysteme überlebenswichtig. Allerdings hat ein wachsender Teil der Weltbevölkerung keinen sicheren Zugang zu sauberem Wasser.

Water for People fördert die Entwicklung von universellem Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen. ©Water For People

Die Stiftung fördert Projekte, die unterversorgten Bevölkerungsgruppen sauberes Wasser und sanitäre Anlagen zu erschwinglichen Preisen zugänglich machen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Schulen und Bildungseinrichtungen. Auch wasserbezogene Lösungen, die gesunde Ökosysteme fördern, werden von der Stiftung unterstützt.

Das Engagement der Pictet Group Foundation in diesem Bereich verfolgt ähnliche Ziele wie die Anlagestrategie der Pictet-Gruppe zum Thema Wasser: Diese investiert in Unternehmen, die mit sauberem Wasser zu Wachstum und Gesundheit der Gesellschaft beitragen.

 

Geförderte Projekte im Bereich Wasser

UNICEF logo

 

Africa Water Solutions
Zugang zu sauberem Wasser im ländlichen Uganda

Africa Water Solutions verbessert den Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Anlagen in ländlichen Gebieten Ugandas. Die gemeinnützige Organisation bietet der Lokalbevölkerung und insbesondere Mitarbeitenden von Bildungs-, Gesundheits- und ähnlichen Einrichtungen Schulungen zu Hygienemassnahmen, Wasserauffangsystemen und Desinfektionslösungen, die sich langfristig bewähren.

UNICEF logo

Water For People
Nachhaltige universelle Wasserversorgung in Guatemala

Water for People fördert die Entwicklung von universellem Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen durch starke Gemeinwesen, Unternehmen und Verwaltungen. In Guatemala schult die internationale Non-Profit-Organisation lokale Gemeinden im Betrieb von Wasserversorgungssystemen, unterstützt die Regierung und Partner beim Aufbau von Kapazitäten, verbessert die sanitäre Infrastruktur und betreibt Hygieneaufklärung mit dem Ziel, jeder Schule, jeder Gesundheitseinrichtung und jedem Haushalt selbst in den strukturschwächsten Regionen Zugang zu Wasser, Sanitäranlagen und Hygiene zu geben.

WWF logo

Rivers of Food
Gesunde Flüsse spielen eine zentrale Rolle für die Welternährung

Die von der Pictet Group Foundation unterstützte WWF-Studie analysiert vier zentrale Elemente unserer Nahrungsmittelproduktion, die ohne Flüsse nicht möglich sind: Süsswasserfischerei und Süsswasseraquakulturen, Flussdeltas, Überschwemmungsfeldbau und Bewässerungslandwirtschaft. Die Studie hebt die ausserordentliche Bedeutung hervor, die Flüsse für unsere Ernährung und Nahrungsmittelsicherheit haben. Angesichts der Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Zugang zu Wasser und gesunder Ernährung, ist es wichtig, die reiche Biodiversität in Flüssen und Flussgebieten zu erhalten und die Ressourcen dieser fragilen Ökosysteme zu bewirtschaften.

Mehr Informationen auf der WWF-Website 

WaterAid logo

​​​​WaterAid
Stiftung für die Zukunft Nepals

WaterAid wurde 1981 von britischen Wasserversorgern gegründet, um die ärmsten und bedürftigsten Menschen der Welt nachhaltig mit Wasser, Sanitäranlagen und Hygiene (WASH) zu versorgen. Der Zugang zu sauberem Wasser und sanitärer Grundversorgung fördert die Gesundheit, erhöht die Lebenserwartung, hält Mädchen im Bildungssystem und verbessert die Entwicklungschancen ganzer Bevölkerungsgruppen. In Nepal will WaterAid ein Modell für künftige Infrastruktur und bessere Wasserversorgungssicherheit in entlegenen und schwer zugänglichen Gegenden schaffen. WaterAid hilft Gemeinden dabei, bei den lokalen Regierungen eine Verbesserung der von ihnen erbrachten Dienste zu erwirken. Zudem bildet die Stiftung Gemeindemitglieder aus, die sich um die Aufrechterhaltung der Dienste kümmern und ihr Wissen an künftige Generationen weitergeben.

SOS Mata Atlantica logo

SOS Mata Atlântica Foundation
Saubere Flüsse in Brasilien

Die SOS Mata Atlântica Foundation (SOSMA) setzt sich seit 30 Jahren für den Schutz und die Wiederherstellung der Mata Atlântica ein, eines atlantischen Urwaldgebiets, das sich an der Ostküste Brasiliens erstreckt. Eine der Strategien von SOSMA besteht darin, Wasserschutzprogramme einzurichten und die Wasserqualität zu verbessern. Damit leistet die Organisation einen ganzheitlichen Beitrag zur Erhaltung und Wiederherstellung dieses einzigartigen Ökosystems, das für Fauna, Flora und Menschen lebenswichtig ist. Die Stiftung arbeitet mit Freiwilligen zusammen, um die Qualität der Flüsse im Atlantischen Regenwald zu überwachen. Sie veröffentlicht ihre Ergebnisse regelmässig, um die Öffentlichkeit und die Regierung für das Thema zu sensibilisieren. Gruppen von Freiwilligen entwickeln Lösungen zum Schutz der Flüsse und zur Verbesserung der Wasserqualität: Sie sichern Quellen, bringen auf der Fläche rund um Quellen Samen aus und organisieren Plastiksammelstellen für die Gemeinschaft.

Ernährung

Mangelernährung bekämpfen

Gesunde und ausgewogene Ernährung in Kindheit und Jugend sind grundlegend für Wachstum, Entwicklung und Gesundheit eines heranwachsenden Menschen. Eins von drei Kindern leidet heute jedoch unter Mangelernährung.

Im Bereich Ernährung unterstützt die Stiftung Projekte zur Bekämpfung der Ursachen von Mangelernährung, Unter- und Übergewicht und zur Förderung von Gesundheit und Wachstum.

Mit dem Mentor Mother Programme fördert die Organisation Philani Mutter-Kind-Gesundheit in strukturschwachen Gemeinden Südafrikas. ©Philani

Die Stiftung verfolgt auch das Ziel, Engpässe bei der Lebensmittelversorgung zu vermeiden, indem sie Massnahmen zur Beseitigung von Ernährungsunsicherheit und Lebensmittelverschwendung und den Wandel hin zu einem nachhaltigeren Ernährungssystem fördert.

Das Engagement der Pictet Group Foundation in diesem Bereich verfolgt ähnliche Ziele wie die Anlagestrategie der Pictet-Gruppe zum Thema Ernährung: Diese investiert in Unternehmen, die gesundheits- und wachstumsfördernde Lebensmittel herstellen und dazu beitragen, die Lebensmittelversorgung der Weltbevölkerung zu sichern, Krankheiten und Sterblichkeit zu verringern und die Umwelt zu schützen.

 

Geförderte Projekte im Bereich Ernährung

UNICEF logo

UNICEF
Neugestaltung des urbanen Lebensmitteleinzelhandels zur Vorbeugung von Übergewicht bei Kindern in Ostasien und im Pazifikraum

UNICEF fördert das Recht von Kindern auf gesunde und ausgewogene Ernährung. Aufgrund des besorgniserregenden Anstiegs von Übergewicht und Fettleibigkeit bei Kindern rund um den Globus, aber insbesondere in der Region Ostasien und Pazifik hat UNICEF sich zum Ziel gesetzt, den urbanen Lebensmitteleinzelhandel neu zu gestalten. Gemeinsam mit Universitätsinstituten und Regierungsministerien will UNICEF anhand von Forschungsergebnissen politische Massnahmen erarbeiten, um ein gesunderes Kauf- und Konsumverhalten zu fördern.

UNICEF logo

Gastromotiva
Tafeln und Kochausbildung in Brasiliens Favelas

Gastromotiva bildet in den Städten Rio de Janeiro, São Paulo und Curitiba einkommensschwache Jugendliche zu Köchinnen bzw. Köchen und Lebensmittelunternehmerinnen und -unternehmern aus. Die NRO bietet auch Lebensmittelhilfe für bedürftige Familien und führt Tafeln ein, die nach einem sozialen Gastronomie-Modell zur Verringerung von Lebensmittelabfällen und Verbesserung der Ernährungssicherheit und -nachhaltigkeit betrieben werden.

UNICEF logo

Philani
Mutter- und Kind-Gesundheit in Südafrika

Mit dem Mentor Mother Programme fördert die Organisation Philani Mutter-Kind-Gesundheit extrem bedürftiger Familien in strukturschwachen Gemeinden. Das Programm umfasst auch Reha-Massnahmen für mangelernährte Kinder. Ziel der Organisation ist es, die physische und kognitive Entwicklung der Kinder zu verbessern, die Sterblichkeit und auf lange Sicht generationsübergreifende Armut zu verringern.

Haligi NG Bata logo

Haligi ng Bata, Inc (HBI)
Gute Ernährung auf den Philippinen als Mission

Haligi ng Bata, Inc (HBI) hilft bedürftigen Bevölkerungsgruppen auf den Philippinen. Die Programme „Adopt a School“ und „Good Nutrition“ bieten Eltern, Schülerinnen und Schülern sowie Lehrpersonen an stark benachteiligten Schulen Unterstützung in den Bereichen Bildung, Finanzen, Gesundheit und Ernährung. Dies geschieht insbesondere, indem den Kindern Zugang zu Bildung und eine ausgewogene Ernährung ermöglicht wird. Mangelhafte Ernährung führt dazu, dass Kinder nicht zur Schule kommen und sie Probleme haben, sich zu konzentrieren. Dies ist insbesondere der Fall, wenn Schulen und Gemeinden die Mittel fehlen, die Bedürfnisse der Kinder zu decken. Die Programme sichern den Familien ein höheres Einkommen, ermöglichen eine medizinische Grundversorgung, verbessern die schulischen Leistungen und reduzieren Mangelernährung bei den Kindern.

SoyDoy logo

SoyDoy
Verbesserte Ernährungssicherheit in Kolumbien

SoyDoy setzt sich für bessere Bildung und Ernährung von Kindern und Mitgliedern ihrer Gemeinden in den Vororten von Bogotá, Kolumbien, ein. Darüber hinaus unterstützt und gründet SoyDoy Kleinstunternehmen für Mütter, damit diese ihre Familien versorgen, Ernährungssicherheit erreichen und ein nachhaltiges Einkommen erwirtschaften können. SoyDoy stellt den Müttern die finanziellen Ressourcen, Grundmaterialien und Beratung zur Verfügung, die sie benötigen, um ihr eigenes nachhaltiges Unternehmen zu gründen. In Notfallsituationen wie der Corona-Pandemie gewinnt das SoyDoy-Modell noch mehr an Bedeutung, da es Gemeindemitgliedern ermöglicht, lokale, nachhaltige Lebensmittel für ihre Familien und Nachbarn zu produzieren.

Fondazione Italia Uganda logo

Fondazione Italia Uganda
Seeds of Hope in Uganda

Mit ihrem Projekt „Seeds of Hope“ will die Fondazione Italia Uganda in einigen der am stärksten benachteiligten Slums der Stadt Kampala Probleme wie Hunger und Ernährungsunsicherheit – die sich während der Corona-Pandemie noch zugespitzt haben – bekämpfen. 70 Prozent der ärmsten Menschen in Uganda essen nur eine Mahlzeit pro Tag, die Preise von Grundnahrungsmitteln und Wasser steigen stetig an, und es wird immer schwieriger, mit Gelegenheitsjobs seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Die Fondazione Italia Uganda arbeitet direkt mit betroffenen Familien, schult sie in urbaner Landwirtschaft und hilft den Haushalten so, ihren eigenen Garten anzulegen. Zudem verbessert die Stiftung den Zugang zu Wasser und hilft Gemeinden dabei, mithilfe eigener lokaler Ressourcen und Lösungen ihre Resilienz zu stärken.

Grow NYC logo

Grow NYC
Anlegen von Stadtgärten in New York City

Die in New York basierte Organisation Grow NYC hat es sich zum Ziel gesetzt, die Lebensqualität von New York City durch Umweltprogramme zu verbessern, die Veränderungen in den Stadtvierteln herbeiführen und alle New Yorkerinnen und New Yorker befähigen sollen, eine saubere und intakte Umwelt für künftige Generationen zu erhalten. Die am stärksten unterversorgten und gefährdeten Gemeinden in New York haben oft eines gemeinsam – ihnen fehlt es an offenen Grünflächen. Öffentlich zugängliche Grünflächen sind wichtig, damit das Zusammenleben in diesen Vierteln gedeihen kann. Gemeinschaftsgärten fungieren als Bildungsstätte und Knotenpunkt in der Nachbarschaft und geben gleichzeitig jungen Menschen und ihren Familien die Möglichkeit, ihre eigenen gesunden Lebensmittel anzubauen. 

Food 4 Education logo

Food 4 Education
Eine Zukunft ohne Hunger in Kenia sicherstellen

Food 4 Education ist ein soziales Unternehmen, das sich dafür einsetzt, dass kein Kind hungrig lernen muss. Chronische und akute Unterernährung sowie Mikronährstoffmangel sind in vielen Regionen Afrikas nach wie vor ein hartnäckiges Problem, das auf die geringe Nahrungsmittelproduktion und nicht funktionierende Ernährungssysteme zurückzuführen ist. In Kenia nutzt Food for Education Partnerschaften mit Gemeinden, Eltern und der Regierung, um landesweite Schulspeisungsprogramme durchzuführen. Die von afrikanischen Frauen geführte Organisation verwendet Technologie und smarte Lieferketten, um frische, nahrhafte und regionale Zutaten von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern zu beziehen. Gleichzeitig vereinfacht sie die Verteilung und ermöglicht die Mitwirkung von Eltern und der Gemeinschaft, um die tägliche Versorgung der Kinder mit hochwertigen Gerichten sicherzustellen und so ihre Gesundheit und die Bildungsergebnisse zu verbessern.

Sich lokal für das Gemeinwohl einsetzen

In der Schweiz konzentriert sich die Stiftung auf direkte und praktische Hilfe für bedürftige Menschen. Dabei arbeitet sie mit gemeinnützigen Organisationen in den Bereichen humanitäre Hilfe, Schutz der Menschenrechte, Bildung, Hilfe für benachteiligte Kinder und Jugendliche und Umwelt zusammen. Daneben fördert die Stiftung auch Kunstprojekte und Kulturinstitutionen in Genf und in der Schweiz.

Im Jahr 2019 haben sich gruppenweit rund 200 Mitarbeitende von Pictet in ihrer Freizeit für das Gemeinwohl eingesetzt. Hier helfen Mitarbeitende von Pictet in Genf, Lebensmittel für „Partage“, eine Genfer Tafel, zu sortieren.

Es liegt in der Tradition der Pictet-Gruppe, der Gesellschaft etwas zurückzugeben. So fördert die Stiftung auch lokale Projekte an den Standorten, an denen Pictet präsent ist. Pictet-Mitarbeitende werden dazu angeregt, sich ehrenamtlich zu betätigen und lokal einzubringen, insbesondere in den Bereichen Ernährung, Wasser, Umwelt und Bildung.

Auswahl der Projekte

  • Wir setzen uns aus eigener Initiative mit Organisationen in Verbindung, die unsere Werte teilen und deren Ansatz mit unserer Strategie vereinbar ist.
  • Wir unterstützen Organisationen mit klaren Zielen und Projekten, die nachweislich und dauerhaft Wirkung zeigen.
  • Die Stiftung nimmt keine unaufgeforderten Förderanträge entgegen, betreibt kein Sponsoring und unterstützt keine Wohltätigkeitsbälle oder -galas.

Pictet Group Foundation

Route des Acacias 60
1211 Genf 73
Schweiz