Unternehmenskultur

Dank unserer Unabhängigkeit können wir bei Investitionen und beim Ausbau unseres Geschäfts langfristig denken. Zudem ermöglicht sie uns bei der Mitarbeitergewinnung und -führung einen besonderen Ansatz.

Diese Merkmale festigen die Vorstellung einer Partnerschaft zwischen den Mitarbeitenden und dem Unternehmen und schaffen die Grundlage für eine anhaltende Vertrauensbeziehung zwischen dem Unternehmen und den Kunden. Dieser Ansatz bietet Stabilität und stärkt die Werte der Gruppe sowie die Unternehmenskultur.

 

Vergütungspolitik

Die Vergütungspolitik integriert Nachhaltigkeitsrisiken über Grundsätze und Verfahren, die für die Pictet-Mitarbeitenden gelten. Die Einhaltung dieser Grundsätze und Verfahren (G&V) sind Teil des Jahresgesprächs aller Mitarbeitenden. Dabei können ESG-Vorgaben und Nachhaltigkeitsrisiken berücksichtigt werden, die Produkte und Dienstleistungen betreffen, welche von ihnen betreute Kunden beziehen.

Ausserdem halten sich Pictet-Mitarbeitende im Rahmen ihrer jeweiligen Funktion an das allgemeine Engagement der Gruppe für Nachhaltigkeit und verantwortungsbewusstes Anlegen.

4’900 Menschen arbeiten für Pictet in weltweit 28 Geschäftsstellen – vor 40 Jahren waren es erst 300

6,6% beträgt Pictets Personalfluktuation – eine der niedrigsten in der Finanzbranche

21 Jahre beträgt die durchschnittliche Amtszeit unserer geschäftsführenden Teilhaber

Das Wohlergehen der Mitarbeitenden

Wir fördern unsere Mitarbeitenden, damit sie ihr Know-how teilen und weitergeben.

Vielfalt und Integration

Wir sind entschlossen, eine vielfältige und integrative Kultur zu fördern. In einer externen Evaluation, die unsere Bemühungen um ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis unserer Talente würdigte, erhielt Pictet 2019 die EDGE-Zertifizierung Level 1.

Wir gewährleisten gleiche Bezahlung und gerechte Aufstiegsmöglichkeiten und haben ein wirksames Konzept zur Förderung einer integrativen Kultur geschaffen.

Flexible und moderne Arbeitsweisen

Als verantwortungsbewusster Arbeitgeber bieten wir verschiedene flexible Arbeitsmodelle an, die Männern und Frauen gleichermassen offenstehen. Dazu gehören flexible Arbeitszeiten, Homeoffice und individuelle Teilzeitvereinbarungen oder unbezahlter Urlaub, und seit Januar 2020 haben Mitarbeiter, die Vater werden, Anspruch auf 20 Tage Vaterschaftsurlaub. Darüber hinaus fördern wir das Wohlergehen und die Kreativität unserer Mitarbeitenden durch Homeoffice-Lösungen, die die Entwicklung in der Arbeitswelt widerspiegeln.

Gesundheit und Wohlergehen unserer Mitarbeitenden

Die Gesundheit und das Wohlergehen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind uns ein wichtiges Anliegen. Durch Online-Plattformen, externe Partnerschaften und ein breites Angebot an gesundem Essen in unseren Mitarbeiterrestaurants sorgen wir für das leibliche und geistige Wohl unserer Angestellten. Unsere Restaurants bevorzugen nachhaltige Lieferketten, unterstützen die heimische Landwirtschaft und bemühen sich, keine Lebensmittel wegzuwerfen.

Wir veranstalten regelmässig Workshops und Sensibilisierungskampagnen. Ziel ist es, die Integrität unserer Mitarbeitenden zu gewährleisten und einen positiven Umgang mit ihnen zu gewährleisten, sodass sie sich wertgeschätzt fühlen und gefördert werden.

Bei Bedarf können unser Mitarbeitenden über spezielle Helplines mit internen und/oder externen Spezialisten über ihre Fragen und ihr seelisches Wohlbefinden sprechen.

1’700 Mitarbeitende haben an der Befragung für EDGE Level 1 teilgenommen

20 Tage Vaterschaftsurlaub erhalten Mitarbeiter, die Vater werden, in allen unseren Geschäftsstellen

98% beträgt die Zufriedenheitsquote unseres Mitarbeiterrestaurants in Genf

Mitarbeitende sensibilisieren und aktivieren

Zur Unterstützung unserer Bemühungen im Umweltbereich organisieren wir interne Veranstaltungen wie die Nachhaltigkeitswoche. Ziel dieser im Jahr 2016 erstmals durchgeführten Veranstaltung ist es, Mitarbeitende so zu sensibilisieren, dass sie sich für Nachhaltigkeit einsetzen. Weltweit können die Mitarbeitenden Vorträge von internen und externen Fachleuten verfolgen. Bisher hat Pictet über 20 Vorträge mit Expertinnen und Experten organisiert, etwa mit Peter Bakker, CEO des World Business Council for Sustainable Development.

Zudem können unsere Mitarbeitenden etwas über die heimische Flora und Fauna lernen, an E-Bike-Ausflügen teilnehmen und die Anlagen besichtigen, mit denen Pictet den eigenen CO2-Fussabdruck verringert und eigene umweltfreundliche Energie erzeugt.

Wegen der Covid-19-Pandemie fand die diesjährige Nachhaltigkeitswoche komplett virtuell statt.

Freiwilligenprogramm für Mitarbeitende

Über dieses Programm können sich unsere Mitarbeitenden an Sozial- oder Umweltprojekten beteiligen, zum Beispiel indem sie Seen reinigen oder Arbeitslose betreuen. Gruppenweit haben sich 2019 rund 200 Mitarbeitende von Pictet in ihrer Freizeit für das Gemeinwohl engagiert.

Blutspenden und Wohltätigkeit

Blutspenden retten Leben, aber nur 2,5% der Schweizer Bevölkerung spenden regelmässig Blut. Daher ermutigt Pictet ihre Mitarbeitenden seit 2007 dazu. Im Jahr 2019 haben 454 Mitarbeitende von Pictet Blut gespendet.

Jedes Jahr organisieren wir ausserdem Spendenaktionen, bei denen unsere Angestellten Lebensmittel und weitere Waren für bedürftige Menschen spenden können. Zu diesen Spenden unserer Mitarbeitenden kommt eine Spende unserer Stiftung in gleicher Höhe.

Kollektive Intelligenz entwickeln: drei Bienenstöcke und 50’000 Bienen

Im April 2018 stellten einige unserer Mitarbeitenden auf dem Dach des Unternehmenssitzes in Genf drei Bienenstöcke auf. So entstand der Imkerclub, den Pictet-Mitarbeitende ganz in Eigenregie leiten.

Mehr als 30 Mitarbeitende von Pictet wurden in die Kunst der Imkerei eingeführt und kümmern sich nun um die Bienenstöcke. Durch diese Initiative fördern wir das Bewusstsein unserer Mitarbeitenden für die Bedrohung der Biodiversität.

Pictet-Angestellte kümmern sich um die Bienenstöcke.


 

Interview mit Cyril Camilleri, Senior Investment Manager, Verantwortlicher für den Imkerclub

Wozu Imkerei bei einer Bank?

Cyril Camilleri: Um einen eigenen Bienenbestand aufzubauen, aber ohne externe Hilfe. Das Projekt soll vor allem aufklären: Wir möchten, dass unsere Mitarbeitenden um die Probleme wissen, die mit dem Artenverlust und dem Rückgang der bestäubenden Insekten verbunden sind. Die Gründung des Clubs war Teil eines umfassenderen Denkprozesses bei Pictet. Es ging darum, im Unternehmen ein Bewusstsein für Umweltund Nachhaltigkeitsfragen zu schaffen.

Wie geht es dem Club heute?

CC: Wir haben jetzt 25 Mitglieder (und viele weitere auf der Warteliste) – die meisten davon ohne jede Erfahrung mit der Imkerei. Von März bis Oktober treffen wir uns einmal wöchentlich, um die Bienenstöcke zu beobachten und dafür zu sorgen, dass es den Bienenvölkern gut geht. Einige Mitglieder überlegen sogar, auch zu Hause Bienen zu halten. Dadurch würde sich der positive Effekt der Wiederansiedlung von Bienen sogar vervielfachen.

Was haben Sie bisher bewirkt?

CC: Der Club ist bei unseren Kolleginnen und Kollegen sofort auf grosses Interesse gestossen. Dadurch wächst das Bewusstsein dafür, dass Bestäuber für den Erhalt der Artenvielfalt wichtig sind und die Bienenhaltung mit viel Arbeit verbunden ist. In meinen Augen zeigt dies ganz konkret, warum es immer wichtig ist, in langen Bahnen zu denken. Und dieses Prinzip gilt auch für unsere Anlagenverwaltung und für die Erhaltung unseres Planeten.

Verantwortung bei Pictet

Unsere Broschüren geben einen Überblick über das Engagement der Pictet-Gruppe in den Bereichen Nachhaltigkeit und verantwortungsbewusstes Anlegen.