Pictets Umweltansatz beruht auf unserem Sinn für Verantwortung. Wir sind uns bewusst, dass unsere Geschäftstätigkeit Auswirkungen auf die Umwelt hat. Daher fühlen wir uns verpflichtet, diese möglichst gering zu halten.

Unser CO2-Ziel

Wir haben strikte Zielvorgaben für unser operatives Geschäft festgelegt, um den CO2-Fussabdruck der Gruppe pro Mitarbeiter zu reduzieren. Pictets Hauptsitz in Genf wurde so gebaut, dass die Umweltauswirkungen des Gebäudes weitestgehend minimiert werden. Zudem setzten wir uns das ambitionierte Ziel, den durchschnittlichen CO2-Fussabdruck pro Mitarbeiter bis 2020 um 40% zu reduzieren.

CO2-Reduktion pro Mitarbeiter zwischen 2007 und 2019*

2007 begannen wir im Zuge unserer neu definierten Umweltstrategie mit der Berechnung und Aufzeichnung der CO2-Emissionen der Gruppe. Auf Geschäftsreisen und den Energieverbrauch entfallen über 90% der Emissionen der Gruppe.

 

Wie reduzieren wir unseren CO2-Fussabdruck?

Verstärkter Einsatz von Videokonferenzen

Pictets Videokonferenz-Netzwerk (VK) wurde um zusätzliche Anlagen erweitert. Heute sind 290 Konferenzräume mit VK-Systemen ausgestattet, über die 2019 insgesamt 78'184 Konferenzstunden abgewickelt wurden – 8% mehr als 2018. In den letzten zehn Jahren ist die Anzahl Videokonferenzen gar um 450% gestiegen, was zeigt, dass die verbesserte Verfügbarkeit dieser Anlagen die Mitarbeitenden zu deren verstärkter Nutzung anregt
 

Verbesserte Energieeffizienz am Hauptsitz

Seit nunmehr zehn Jahren sorgen an Pictets Hauptsitz in Genf drei Anlagen für eine höhere Energieeffizienz: eine solarbetriebene Klimaanlage, eine Wärmerückgewinnungsanlage und Fotovoltaik-Module. Dank dieser drei Anlagen konnte die Pictet-Gruppe 2019 insgesamt 295 Tonnen CO2-Emissionen einsparen.

Damit verringern wir die Umweltbelastung unserer Geschäftstätigkeit, indem wir CO2-Emissionen vermeiden, den Heizöl-Verbrauch senken und fotovoltaischen Strom erzeugen.

2019 etwa produzierte die 330m² grosse Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Hauptsitzes 42 703 kWh Ökostrom, was dem Strombedarf für das Aufladen von 470 Elektroautos entspricht. Die Solarmodule liefern den gesamten Strom für den Betrieb der solarbetriebenen Klimaanlage und der Ladestationen für Elektroautos und E-Bikes.

Die ebenfalls auf dem Dach des Hauptgebäudes installierte Solar-Klimaanlage nutzt 364 Sonnenkollektoren auf einer Fläche von 600 m2. Mit der absorbierten Energie kann Wasser aufgeheizt oder abgekühlt werden. Die Wärmerückgewinnungsanlage in unseren Genfer Gebäuden ermöglicht es uns, überschüssige Wärme aus unseren IT- und Telekommunikations-Zentren zu nutzen, wodurch über 103 500 Liter Heizöl eingespart wurden.

Musterschüler Luxemburger Bank

Die Bank der Pictet-Gruppe in Luxemburg trägt seit 2015 das luxemburgische Qualitätssiegel „SuperDrecksKëscht fir Betriber“, das an Unternehmen vergeben wird, die ihre Abfälle umweltverträglich gemäss der internationalen Norm ISO 14024 entsorgen.

Anlagen zur Erzeugung sauberer Energie auf dem Dach von Pictets Hauptsitz in Genf.

Förderung von elektrisch betriebenen Verkehrsmitteln

Pictet fördert die Nutzung verschiedener elektrisch betriebener Verkehrsmittel. Den Mitarbeitern stehen mehrere Ladestationen für ihre Elektroautos oder E-Bikes zur Verfügung. Dafür wird grüner Strom verwendet, der durch zusätzlich auf dem Dach des Hauptgebäudes installierte photovoltaische Solarmodule erzeugt wird.

Vor Kurzem wurden die Mitarbeiter in Genf dazu befragt, welche Verkehrsmittel sie für den Weg in die Arbeit nutzen. Die Ergebnisse der Umfrage, die von Mobileidée, einem auf Mobilitätsmanagement spezialisierten Unternehmen, durchgeführt wurde, sind erfreulich: 41% der Befragten verwenden öffentliche Verkehrsmittel und 19% nehmen das Fahrrad, das E-Bike oder gehen zu Fuss.

Um die Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel zu unterstützen, werden den Mitarbeitern in Genf nun bereits das vierte Jahr in Folge von April bis Mitte November kostenlos E-Bikes zur Verfügung gestellt.

Im Jahr 2019 wurde dieses Angebot 7052 Mal wahrgenommen – eine Zunahme von 28% gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt wurden dabei 45 207 km zurückgelegt und 25,3 Tonnen CO2 eingespart – das sind 94% mehr als 2018.

CO2-Ausgleich durch Finanzierung von Projekten zur Förderung sauberer Energien

Durch die Finanzierung von Projekten zu Förderung sauberer Energien und den daraus folgenden Ausgleich von 70 000 Tonnen CO2 hat Pictet das Ziel der CO2-Neutralität für 2014–2020 bereits erreicht. Zu diesen Projekten zählt der Bau von Wasserkraftwerken in China und von Biogasanlagen in Thailand.

Das Abfallproblem in den Griff bekommen

Um die unmittelbaren Umweltbelastungen zu minimieren, die von unserem Geschäft – und unseren Mitarbeitenden – ausgehen, haben wir 2018 eine richtungsweisende Kampagne zur Senkung unseres Verbrauchs an Einwegplastik ins Leben gerufen.

Wir haben zwei Hauptquellen für Kunststoffabfälle ausgemacht – unsere Mitarbeiterrestaurants und unseren Bürobedarf – und für nachhaltigere Alternativen gesorgt. Dank dieser Initiative konnte die Pictet-Gruppe den Verbrauch von Einwegplastik in nur zwölf Monaten um 90% senken.

Quantis, ein Beratungsunternehmen für nachhaltige Entwicklung, hat Pictet bei diesem Prozess begleitet. Sein Ziel ist es, zu verstehen, wie Unternehmen mit Plastikmüll umgehen. Gemeinsam haben wir Strategien entwickelt, um den Einsatz von Plastik mit einem nachhaltigeren Ansatz zu verbinden. Es ist zwar wichtig, den Gebrauch von Plastik möglichst stark zu reduzieren, doch unsere Aufgabe besteht darin sicherzustellen, dass die Alternativen der Umwelt nicht noch mehr schaden. So ist es etwa nicht unbedingt sinnvoll, auf Kunststoffverpackungen für Lebensmittel zu verzichten, wenn dadurch mehr Lebensmittelabfälle anfallen. Deshalb plädieren wir für die Vermeidung von Einwegartikeln.

Wie geht es weiter?

Seit mehr als zehn Jahren konzentrieren wir unsere Anstrengungen auf die Erreichung unserer CO2-Ziele, und bis jetzt sind die Ergebnisse positiv. Nun sind wir dabei, unsere Ziele für die Zeit nach 2020 festzulegen und unseren Aktionsradius auszuweiten.

Wir müssen uns mit unserem Material- und Ressourcenverbrauch auseinandersetzen, um ihn deutlich zu reduzieren. In diesem Sinne arbeiten wir an neuen Massnahmen für alle Einheiten der Gruppe – in der Schweiz wie im Ausland.

Aktionsplan

Sensibilisierung der Mitarbeiter

Bei Pictet ist die Sensibilisierung der Mitarbeiter für Umweltprobleme und die Umsetzung gezielter Massnahmen schon lange ein Thema.

Jedes Jahr findet an all unseren Geschäftsstellen eine Nachhaltigkeitswoche statt. Damit wollen wir unsere Mitarbeitenden zu bewussterem Konsumverhalten bewegen und zugleich an Pictets Umwelt-, Sozial- und Governance-Ansatz erinnern. Das Programm der Nachhaltigkeitswoche ist vielfältig und reicht von Informationsveranstaltungen über die lokale Tier- und Pflanzenwelt bis hin zu E-Bike-Ausflügen. Auch können unsere Mitarbeiter die Anlagen besichtigen, die dazu dienen, saubere Energie zu erzeugen und den CO2-Fussabdruck von Pictet zu reduzieren.

Im Jahr 2018 wurden auf dem Dach des Hauptsitzes der Bank in Genf Bienenstöcke mit insgesamt 50 000 Bienen aufgestellt. Mehr als dreissig Mitarbeiter von Pictet wurden in die Kunst der Imkerei eingeführt und kümmern sich nun um die Bienenstöcke und die Honigernte. Gruppenweit schärfen wir mit der Förderung dieser Initiative und dem Verkauf des gewonnenen Honigs das Bewusstsein unserer Mitarbeiter für das Bienensterben und die damit einhergehende Bedrohung der Biodiversität.

Verbesserung der Energieeffizienz

Wir beabsichtigen, das Engagement an unseren Niederlassungen im Ausland zu steigern, unseren allgemeinen Verbrauch zu analysieren und jeden einzelnen unserer Mitarbeitenden noch mehr für unsere Ziele zu begeistern.

Die ersten Ergebnisse unserer Analyse zeigen, dass wir uns zuallererst auf unsere Niederlassungen in Asien und auf den Bahamas konzentrieren sollten, wo noch grosses Verbesserungspotenzial besteht.

Der genaue Handlungsbedarf ist noch zu identifizieren, zu vermessen und zu analysieren, damit wir neue Ziele festlegen und weitere Projekte anstossen können. Sodann befassen wir uns mit unserer „Umweltstrategie 2.0“.

Derzeit werden zudem nur wenige Massnahmen im Verkehrsbereich entwickelt; wir müssen prüfen, was hier noch getan werden kann. Dazu wurde eine Arbeitsgruppe mit 13 Mitgliedern aus der ganzen Gruppe ins Leben gerufen. Sie soll unsere Umweltmassnahmen in unseren Niederlassungen im Ausland vorantreiben.

Überprüfung unserer gesamten Konsumkette

Unser CO2-Fussabdruck ist Teil eines breiteren Problems. Es geht darum, dass unser Konsum insgesamt nachhaltiger werden muss.

Dazu ist eine Analyse der gesamten Konsumkette erforderlich, von unseren Zulieferern und deren Arbeitspraktiken über die Mülltrennung bis hin zum Recycling aller verwendeten Materialien, insbesondere unserer IT-Geräte.

Damit haben wir nun begonnen: Wir befinden uns derzeit in einer umfassenden Vorbereitungsphase mit Analysen und Datenerfassung, um ambitionierte, aber realistische Ziele festzulegen und neue Initiativen zum Schutz unserer Umwelt zu ergreifen.

Die erste Massnahme: Ab sofort wird Pictet zusätzlich zu den direkten Emissionen auch indirekte Emissionen der Geschäftstätigkeit auf Gruppenebene analysieren. Diese umfassen beispielsweise den CO2-Fussabdruck der Arbeitswege unserer Mitarbeitenden. Ausserdem hat die Pictet-Gruppe nun beschlossen, die Standardreihe des Greenhouse Gas Protocol („Treibhausgasprotokoll“) zu befolgen, die vom World Resources Institute in Washington und dem World Business Council for Sustainable Development in Genf entwickelt wurden.