Pictets Ansatz beruht auf unserem Sinn für Verantwortung. Wir sind uns bewusst, dass es unsere Pflicht ist, die negativen Auswirkungen unserer Tätigkeiten auf die Umwelt so weit wie möglich zu verringern.

Umweltschutzmassnahmen Drastische Massnahmen zur Verminderung von Plastikabfall bei Pictet

Null Plastik bis in einem Jahr

Plastikmüll ist eine der grössten Umweltherausforderungen unserer Zeit. Müllteppiche, die im wesentlichen aus schwimmendem Kunststoff bestehen, bedecken weite Teile der Weltmeere, bedrohen Meereslebewesen und zerstören ganze Küstenstreifen.

Im Jahr 2017 wurden bei Pictet rund 1,5 Tonnen Schutzhüllen für Dokumente und über 2 Tonnen Einwegbecher und -deckel aus Plastik verwendet.

Daher hat sich die Pictet-Gruppe – auf Initiative der Teilhaber – für 2018 eine sehr ambitiöses Ziel gesetzt, nämlich den Gebrauch von Wegwerf-Plastikprodukten bis Ende 2018 um 75% zu vermindern. Ab Juni 2019 soll gruppenweit keinerlei Wegwerfplastik mehr verwendet werden.

Wie wir vorgehen

Wir haben festgestellt, dass hauptsächlich unsere firmeneigenen Restaurants und unser Büromaterial Plastikabfall verursachen – und suchen nun nach umweltfreundlichen Alternativen. Die Initiative „Null Plastik“ wurde im Juni 2018 in Genf lanciert und wird in den kommenden Monaten auf alle Geschäftsstellen der Pictet-Gruppe ausgeweitet.

In den firmeneigenen Restaurants haben wir Einwegartikel entweder auslaufen lassen (z.B. Trinkhalme) oder durch biologisch abbaubare Produkte ersetzt. Im Büromateriallager werden Kugelschreiber, Ordner, Textmarker und Schutzhüllen aus Plastik nach und nach durch plastikfreie Alternativen ersetzt.

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Unser CO2-Ziel

Wir haben strikte Zielvorgaben für unser operatives Geschäft festgelegt, um den CO2-Fussabdruck der Gruppe pro Mitarbeiter zu reduzieren. Pictets Hauptsitz in Genf wurde so gebaut, dass die Umweltauswirkungen weitestgehend minimiert werden können.

Reduzierung des CO2-Fussabdrucks pro Mitarbeiter um 40% bis 2020

2007 begannen wir im Zuge unserer neu definierten Umweltstrategie mit der Aufzeichnung der CO2-Emissionen der Gruppe. Zudem setzten wir uns das ambitionierte Ziel, den durchschnittlichen CO2-Fussabdruck pro Mitarbeiter bis 2020 um 40% zu reduzieren.

CO2-Emissionen

Auf Geschäftsreisen und den Energieverbrauch entfallen über 90% der Emissionen der Gruppe.

 

Wie reduzieren wir unseren CO2-Fussabdruck?

Einsatz von Videokonferenzen (VK) zur Reduzierung von Geschäftsreisen

Pictets VK-Netzwerk wurde 2016 erheblich ausgebaut und um 66 Anlagen bzw. 40% erweitert. Heute sind insgesamt 231 Räume mit VK-Systemen ausgestattet.

Nutzung von VK-Systemen 

Im Jahr 2016 wurden insgesamt 52 255 Konferenzstunden über VK abgewickelt. Offensichtlich motivierten die neuen Anlagen die Mitarbeiter zur verstärkten Nutzung.

2012 16 182 Stunden
2013 24 167 Stunden 
2014 29 365 Stunden
2015 41 111 Stunden
2016 52 255 Stunden

 

Steigerung der Energieeffizienz am Hauptsitz

An Pictets Hauptsitz in Genf sorgen drei Anlagen für eine höhere Energieeffizienz: eine solarbetriebene Klimaanlage, eine Wärmerückgewinnungsanlage und Photovoltaik-Module. Damit können wir CO2-Emissionen vermeiden, den Heizöl-Verbrauch senken und photovoltaischen Strom erzeugen.

Die 2008 installierte 330 m² grosse Photovoltaikanlage auf dem Dach des Hauptsitzes produzierte allein 2016 40 200 kWh Ökostrom, was dem jährlichen Stromverbrauch von 10 Haushalten entspricht.

Förderung von elektrisch betriebenen Verkehrsmitteln

Pictet fördert die Nutzung verschiedener elektrisch betriebener Verkehrsmittel. Den Mitarbeitern stehen mehrere Ladestationen für ihre Elektroautos oder E-Bikes zur Verfügung. Dafür wird grüner Strom verwendet, der durch die auf dem Dach des Hauptgebäudes installierten Solarpanels erzeugt wird.

Um die Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel in Genf zu unterstützen, werden den Mitarbeitern nun bereits das dritte Jahr in Folge von April bis Mitte November kostenlos E-Bikes zur Verfügung gestellt.

2017 liehen sich 545 Mitarbeiter unseres Hauptsitzes in Genf E-Bikes aus und legten damit insgesamt eine Strecke von 26 620 Kilometern zurück. 10,8 Tonnen CO2 konnten so eingespart werden.

CO2-Ausgleich durch Finanzierung von Projekten zur Förderung sauberer Energien

Dank des Ausgleichs von 70 000 Tonnen CO2 durch die Finanzierung einer Reihe von Projekten zur Förderung sauberer Energien ist Pictet für den Zeitraum von 2014 bis 2020 CO2-neutral.

Wie geht es weiter?

Seit zehn Jahren konzentrieren wir nun unsere Anstrengungen auf die Erreichung unserer CO2-Ziele. Die bisherigen Ergebnisse können sich sehen lassen. Derzeit sind wir dabei, unseren Aktionsradius für die Zeit nach 2020 zu bestimmen.

Die intensive Auseinandersetzung mit unserem Material- und Ressourcenverbrauch wird uns dabei helfen, neue Massnahmen für alle Einheiten der Gruppe in der Schweiz und im Ausland auszuarbeiten.

Aktionsplan

Sensibilisierung der Mitarbeiter

Bei Pictet ist die Sensibilisierung der Mitarbeiter für Umweltprobleme und die Umsetzung gezielter Massnahmen schon lange ein Thema.

Jedes Jahr findet in all unseren Geschäftsstellen eine Nachhaltigkeitswoche statt. Damit wollen wir unsere Mitarbeiter zu bewussterem Konsumverhalten bewegen und zugleich an Pictets Umwelt-, Sozial- und Governance-Ansatz erinnern. Das Programm der Nachhaltigkeitswoche ist vielfältig und reicht von Informationsveranstaltungen über die lokale Tier- und Pflanzenwelt bis hin zu E-Bike-Ausflügen. Auch können unsere Mitarbeiter die Anlagen besichtigen, die dazu dienen, saubere Energie zu erzeugen und den CO2-Fussabdruck von Pictet zu reduzieren.

Im Jahr 2018 wurden auf dem Dach des Hauptsitzes der Bank in Genf Bienenstöcke mit insgesamt 50 000 Bienen aufgestellt. Mehr als dreissig Mitarbeiter von Pictet wurden in die Kunst der Imkerei eingeführt und kümmern sich nun um die Bienenstöcke und die Honigernte. Mit der gruppenweiten Förderung dieser Initiative und dem gewonnenen Honig schärfen wir das Bewusstsein unserer Mitarbeiter für das Bienensterben und die damit einhergehende Bedrohung der Biodiversität.

Verbesserung der Energieeffizienz

Wir beabsichtigen, das Engagement der Mitarbeiter unserer Niederlassungen im Ausland zu steigern, unseren allgemeinen Verbrauch zu analysieren und jeden einzelnen unserer Mitarbeiter noch mehr für unsere Ziele zu begeistern.

Die ersten Ergebnisse unserer Analyse zeigen, dass wir uns zuallererst auf unsere Niederlassungen in Asien und auf den Bahamas konzentrieren sollten, wo noch grosses Verbesserungspotenzial besteht.

Der genaue Handlungsbedarf ist noch zu identifizieren, zu vermessen und zu analysieren, damit wir neue Ziele festlegen und weitere Projekte anstossen können. Sodann befassen wir uns mit unserer „Umweltstrategie 2.0“.

Derzeit werden noch zu wenige Massnahmen im Verkehrsbereich entwickelt. Um zu prüfen, was in diesem Bereich getan werden kann, wurde eine Arbeitsgruppe mit 13 Mitgliedern aus der ganzen Gruppe ins Leben gerufen. Sie soll unsere Umweltmassnahmen in unseren Niederlassungen im Ausland vorantreiben.

Überprüfung unserer gesamten Konsumkette

Unser CO2-Fussabdruck ist Teil eines breiteren gesellschaftlichen Problems. Es geht darum, dass unser Konsum insgesamt nachhaltiger werden muss.

Dazu ist eine Analyse der gesamten Konsumkette erforderlich, von unseren Zulieferern und deren Arbeitspraktiken über die Mülltrennung bis hin zum Recycling aller verwendeten Materialien, insbesondere unserer Computer-Hardware.

Diese umfassende Arbeit hat gerade erst begonnen. Eine lange Vorbereitungsphase mit Analysen und Datenerfassung wird nötig sein, um ambitionierte, aber realistische Ziele festzulegen und neue Initiativen zum Schutz unserer Umwelt zu ergreifen.